Vučić räumt Wahlniederlage ein: Studentenliste gewinnt in Serbien
Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Serbien hat die von Studenten getragene Oppositionsliste gesiegt. Aleksandar Vučić räumte am Sonntagabend die Niederlage seiner Serbischen Fortschrittspartei ein. Das Land steht damit vor einem Machtwechsel, nachdem Vučić die Politik seit 2012 prägte.

Serbien steht nach der vorgezogenen Parlamentswahl vor einem Machtwechsel. Die von Studenten getragene Oppositionsliste hat die Abstimmung am Sonntag gewonnen, Aleksandar Vučić räumte die Niederlage seiner Serbischen Fortschrittspartei (SNS) ein.
Vučić äußerte sich am Sonntagabend vor seinen Anhängern im Hauptquartier der SNS in Belgrad. Endgültige Ergebnisse lägen noch nicht vor, sagte er. Auf Basis der Hochrechnungen stehe der Ausgang aber fest: „Es ist klar, dass wir verloren haben.“
Die Liste „Die Studenten siegen“, kurz Studentenliste oder SL, werde zwischen 135 und 140 Sitze im Parlament erhalten, sagte Vučić. Seine eigene Partei komme auf 105 Mandate. Andere Parteien hätten den Einzug in die Volksvertretung verpasst.
Das Parlament hat 250 Sitze. Mit 135 bis 140 Mandaten käme die Studentenliste auf 54 bis 56 Prozent der Sitze. Das ist eine absolute Mehrheit, einen Koalitionspartner bräuchte sie nicht. Die SNS käme auf 42 Prozent der Sitze.
Die Sitzzahlen nannte Vučić auf Grundlage von Hochrechnungen. Ein amtliches Endergebnis lag am Sonntagabend nicht vor.
Beim Stimmenanteil erreichte das Bündnis unter Spitzenkandidat Ilija Srdanovic nach diesen Angaben mehr als 51 Prozent. Der Sieg fiel überraschend klar aus.
Die Studentenliste ist basisdemokratisch aufgebaut. Sie steht für die von Studenten angeführte Protestbewegung, gegen die Vučić und seine Partei nun verloren haben.
Nach Bekanntwerden des Ergebnisses kam es in mehreren serbischen Städten zu Feierlichkeiten auf den Straßen.
Für Serbien bedeutet der Wahlausgang einen Einschnitt. Vučić bestimmte die serbische Politik seit 2012 in wechselnden Funktionen quasi im Alleingang. Er setzte dabei auf eine Anlehnung an Russland und China, das Land entfernte sich von Europa.
Die SNS regiert seit vielen Jahren. Nach den genannten Zahlen bliebe sie mit 105 Mandaten zweitstärkste Kraft im Parlament, weil andere Parteien den Einzug verpassten.
Wer Regierungschef wird, ist trotz des klaren Wahlsiegs der Studentenliste noch offen.
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Quellen(5)Dieser Beitrag stützt sich auf 5 unabhängige Quellen.
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- FAZSerbien: Aleksandar Vučić gesteht Niederlage bei Parlamentswahl ein25.10.2026 · 23:09 Uhr · DokumentIn Serbien bahnt sich ein Machtwechsel an, nachdem es der oppositionellen „Studentischen Liste“ gelungen ist, die vorgezogene Parlamentswahl zu gewinnen. Der langjährige Staatspräsident Aleksandar Vučić gab die Niederlage seiner Partei am Abend auf einer Pressekonferenz zu. Die regierungsnahe Zeitung „Blic“ zitierte ihn mit den Worten: „Es ist klar, dass wir verloren haben.“ Laut Vučić habe die Studentische Liste „zwischen 135 und 140 Mandaten“ errungen. Das wäre eine absolute Mehrheit im serbischen Parlament mit seinen 250 Sitzen.
- DeutschlandfunkParlamentswahl - Serbien steht vor einem Machtwechsel - Vucic räumt Niederlage ein · DokumentSerbien steht nach der Parlamentswahl vor einem Machtwechsel. Der ehemalige Staatspräsident Vucic räumte die Niederlage seiner Partei ein. Das gegnerische Bündnis "Studentenliste" mit Spitzenkandidat Ilija Srdanovic holte bei der Parlamentswahl die absolute Mehrheit. Das Bündnis "Studentenliste" kam auf mehr als 51 Prozent der Stimmen. Nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses kam es in mehreren serbischen Städten zu Feierlichkeiten auf den Straßen.
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