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Cybersicherheit

KI findet immer mehr Sicherheitslücken – Cyberagentur-Experte erwartet längere Phase

Künstliche Intelligenz spürt immer mehr Sicherheitslücken in Software auf, die Menschen in den vergangenen Jahren hinterlassen haben. Ein Experte der Cyberagentur des Bundes erwartet, dass diese Entwicklung noch länger andauert. Als Beispiel nennt er eine schwerwiegende Lücke in der Programmiersprache PHP.

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Ein KI-Roboter untersucht PHP-Quellcode auf einem Monitor, während eine kritische Sicherheitslücke hervorgehoben wird.
Foto: LePost

Künstliche Intelligenz wird inzwischen nicht mehr nur für die Entwicklung neuer Programme eingesetzt, sondern zunehmend auch zur Analyse bestehender Software. Moderne KI-Systeme können große Mengen an Quellcode in kurzer Zeit untersuchen und dabei Auffälligkeiten erkennen, die menschlichen Entwicklern über Jahre hinweg verborgen geblieben sind. Dadurch werden Sicherheitslücken sichtbar, die unter bestimmten Umständen von Angreifern ausgenutzt werden könnten.

Nach Einschätzung von Daniel Gille, Abteilungsleiter für Schlüsseltechnologien bei der Cyberagentur des Bundes, stellt diese Entwicklung IT-Abteilungen derzeit vor erhebliche Herausforderungen. Sobald neue Schwachstellen entdeckt werden, müssen Hersteller Sicherheitsupdates entwickeln und veröffentlichen. Unternehmen und Behörden wiederum sind gefordert, diese Aktualisierungen möglichst schnell einzuspielen, um ihre Systeme vor möglichen Angriffen zu schützen.

Als Beispiel nennt Gille eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP. PHP wird weltweit für Millionen von Webseiten und Webanwendungen genutzt. Werden dort kritische Schwachstellen entdeckt, kann dies weitreichende Auswirkungen haben und zahlreiche Betreiber dazu zwingen, ihre Systeme kurzfristig zu aktualisieren.

Nach Ansicht des Experten handelt es sich dabei nicht um einen kurzfristigen Trend. Vielmehr dürfte die steigende Leistungsfähigkeit von KI dazu führen, dass auch künftig immer mehr bislang unbekannte Schwachstellen identifiziert werden. Viele Programme und Anwendungen wurden über Jahre oder sogar Jahrzehnte weiterentwickelt. Entsprechend groß ist die Menge an Code, die nun mit modernen Analysewerkzeugen erneut untersucht werden kann.

Für Unternehmen bedeutet das zwar zusätzlichen Aufwand, langfristig kann die Entwicklung jedoch zu einer höheren IT-Sicherheit beitragen. Werden Sicherheitslücken frühzeitig erkannt und geschlossen, sinkt das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe. Gleichzeitig wächst jedoch der Druck auf Softwarehersteller und Betreiber, Sicherheitsupdates zeitnah bereitzustellen und einzuspielen.

Zur aktuellen Lage sagte Gille der Deutschen Presse-Agentur: „Wir befinden uns wahrscheinlich gerade schon momentan in einem kleinen Tal der Tränen.“ Nach seiner Einschätzung dürfte diese Phase noch einige Zeit andauern, da KI immer leistungsfähiger wird und dadurch fortlaufend weitere Schwachstellen in bestehender Software entdeckt werden könnten.

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Quellen(2)Dieser Beitrag stützt sich auf 2 unabhängige Quellen.
  1. heise online (dpa)„Tal der Tränen“: Warum Angreifer bei Sicherheitslücken derzeit im Vorteil sind | heise online · DokumentDie schwerwiegende Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP ist nach Ansicht eines Experten der Cyberagentur des Bundes ein Beispiel für eine Entwicklung, die noch länger andauern dürfte. „Wir befinden uns wahrscheinlich gerade schon momentan in einem kleinen Tal der Tränen“, sagte Daniel Gille, Abteilungsleiter für Schlüsseltechnologien, der Deutschen Presse-Agentur.
  2. FAZKI-Sicherheitslücke trifft Deutschland: Zeit für mehr Eigenständigkeit | FAZ · DokumentKurz noch mal zu den Fakten. Künstliche Intelligenz kann gut programmieren, so weit ist das bekannt. Inzwischen findet sie immer mehr Sicherheitslücken, die Menschen in den vergangenen Jahren in ihrer Software hinterlassen hatten. Für künftige Software wird KI viele solcher Sicherheitslücken hoffentlich von vornherein verhindern. Die Lücken der vergangenen Jahre müssen jetzt aber noch gestopft werden. IT-Abteilungen sind damit gerade gut beschäftigt.

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