Sparquote in Deutschland sinkt 2025 auf 18,9 Prozent
Die privaten Haushalte in Deutschland haben 2025 einen kleineren Teil ihres Einkommens gespart als im Vorjahr. Die Bruttosparquote fiel auf 18,9 Prozent, nach 19,6 Prozent im Jahr 2024. Sie liegt damit weiter deutlich über dem EU-Schnitt von 14,3 Prozent und blieb im ersten Halbjahr 2026 unverändert.

Die privaten Haushalte in Deutschland haben 2025 einen kleineren Teil ihres Einkommens zurückgelegt als im Jahr davor. Die sogenannte Bruttosparquote sank auf 18,9 Prozent, nach 19,6 Prozent im Jahr 2024.
Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Rückgang beträgt 0,7 Prozentpunkte.
Die Definition ist weit gefasst: Als gespart gilt jedes verfügbare Einkommen, das nicht für Konsum ausgegeben wird. Die Quote setzt diese Summe ins Verhältnis zum verfügbaren Einkommen. Eine niedrigere Quote heißt danach, dass ein größerer Anteil in den Konsum floss.
Anschaulich gerechnet: Von 100 Euro verfügbarem Einkommen blieben 2025 im Schnitt 18,90 Euro übrig. Im Jahr davor waren es 19,60 Euro.
Weit über dem EU-Schnitt
Im Durchschnitt der Europäischen Union lag die Sparquote 2025 bei 14,3 Prozent. Deutschland übertraf diesen Wert um 4,6 Prozentpunkte.
Noch höher fällt die Quote in der Schweiz aus. Dort legten die Haushalte knapp über 27 Prozent ihres Einkommens zurück, das ist der höchste Wert in Europa. Nach den Zahlen des Bundesamts spart damit nur die Schweiz mehr als Deutschland.
Das Bundesamt führt den Schweizer Wert auf die besondere Bedeutung der privaten Altersvorsorge in dem Land zurück. Der Abstand zu Deutschland beträgt rund acht Prozentpunkte.
Kein weiterer Rückgang 2026
Der Rückgang setzt sich bislang nicht fort. Im ersten Halbjahr 2026 lag die Quote erneut bei 18,9 Prozent.
Auch der Blick auf ein Jahrzehnt relativiert die Entwicklung. In den vergangenen zehn Jahren sparten die Haushalte hierzulande im Durchschnitt 19,1 Prozent ihres Einkommens. Der Wert für 2025 liegt 0,2 Prozentpunkte darunter, der für 2024 lag 0,5 Punkte darüber.
Wo von einem Fünftel des Bruttoeinkommens die Rede ist, handelt es sich um eine Rundung. Die Quote bezieht sich auf das verfügbare Einkommen und beträgt 18,9 Prozent. Genauer ist die Formulierung, dass fast jeder fünfte Euro zurückgelegt wird.
Die Zahlen zeigen einen leichten Rückgang auf weiterhin hohem Niveau. Gegenüber dem Vorjahr sank die Quote. Zum EU-Schnitt bleibt der Abstand groß, und vom eigenen Zehnjahresmittel ist Deutschland nur wenig entfernt.
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Quellen(4)Dieser Beitrag stützt sich auf 4 unabhängige Quellen.
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- DeutschlandfunkFinanzen - Deutsche sparen weiterhin viel · DokumentWie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sparten Privathaushalte in Deutschland im vergangenen Jahr ein Fünftel ihres Bruttoeinkommens. Die Bundesrepublik liegt damit über dem europäischen Schnitt von 14,3 Prozent. Die europaweit höchste Sparquote gibt es in der Schweiz mit knapp über 27 Prozent des Bruttoeinkommens. Dies führt das Statistische Bundesamt auf eine besondere Bedeutung der privaten Altersvorsorge in dem Land zurück. Als gespartes Geld wird jegliches verfügbare Einkommen gewertet, das nicht für Konsum ausgegeben wird.
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