Metall-Arbeitgeber bieten 1,3 Prozent mehr Lohn ab Juli 2028
Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben in der Tarifrunde ihr erstes Angebot vorgelegt: 1,3 Prozent mehr Geld ab Juli 2028 bei 26 Monaten Laufzeit. In Nordrhein-Westfalen kommt eine Einmalzahlung im Juli 2027 hinzu. Die IG Metall war mit einer Forderung von fünf Prozent und zwölf Monaten Laufzeit in die Verhandlungen gegangen.

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben der IG Metall ein erstes Tarifangebot vorgelegt. Es sieht eine Lohnerhöhung von 1,3 Prozent vor, wirksam im Juli 2028, bei einer Laufzeit von 26 Monaten.
In Nordrhein-Westfalen kam das Angebot in der zweiten Verhandlungsrunde auf den Tisch. Der Arbeitgeberverband Metall NRW teilte es in Düsseldorf mit.
Dort besteht das Angebot aus zwei Teilen. Zunächst soll im Juli 2027 eine Einmalzahlung fließen, und zwar in Höhe von einem Prozent eines Jahresgehalts.
Ein Jahr später, im Juli 2028, sollen die Löhne und Gehälter dann um 1,3 Prozent steigen. Erst dieser Schritt erhöht die laufenden Bezüge dauerhaft. Die Einmalzahlung wird nur ein einziges Mal gezahlt.
Auch der Dachverband Gesamtmetall nennt in Berlin die 1,3 Prozent und den Termin im Juli 2028. Die Laufzeit von 26 Monaten reicht nach seinen Angaben bis Ende 2028.
Gesamtmetall bezieht das Angebot auf die gut 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Die Tarifverhandlungen laufen regional. Das Angebot aus Düsseldorf ist damit Teil einer Runde, die die ganze Branche betrifft.
Eine Abweichung gibt es im Umfang der Angaben. Metall NRW nennt neben der Lohnerhöhung die Einmalzahlung von einem Prozent. Die Mitteilung aus Berlin beschränkt sich auf die 1,3 Prozent.
Zahlen und Termine der Lohnerhöhung stimmen in beiden Mitteilungen überein. Das gilt für den Prozentsatz, den Juli 2028 und die 26 Monate Laufzeit.
Die IG Metall hatte andere Vorstellungen. Sie war unter anderem mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn in die Verhandlungen gegangen. Die Laufzeit sollte nur zwölf Monate betragen.
Der Abstand zwischen Forderung und Angebot ist damit in mehreren Punkten groß. Die Gewerkschaft will fünf Prozent, die Arbeitgeber bieten 1,3 Prozent. Die Gewerkschaft will zwölf Monate Laufzeit, die Arbeitgeber 26.
Auch der Zeitplan unterscheidet sich. Die Erhöhung soll nach dem Angebot erst im Juli 2028 greifen. Nach dem Angebot würde die tabellenwirksame Lohnerhöhung erst ab Juli 2028 gelten. Zuvor ist lediglich eine Einmalzahlung im Juli 2027 vorgesehen.
Davor steht lediglich die Einmalzahlung im Juli 2027, die in NRW genannt wird. Sie ist an das Jahresgehalt gekoppelt, bemisst sich also nach dem individuellen Einkommen.
Mit dem ersten Angebot haben die Tarifparteien ihre Verhandlungen eröffnet. Bis zu einem Abschluss sind weitere Verhandlungsrunden zu erwarten.
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Quellen(2)Dieser Beitrag stützt sich auf 2 unabhängige Quellen.
- DER SPIEGELTarifverhandlungen Metallindustrie: Arbeitgeber legen erstes Angebot vor - DER SPIEGEL · DokumentIm Tarifstreit der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt. Es sieht zunächst eine Einmalzahlung im Juli 2027 in Höhe von einem Prozent eines Jahresgehalts vor. Im Juli 2028 sollen die Löhne und Gehälter dann um 1,3 Prozent steigen. Die Laufzeit soll 26 Monate betragen, wie der Arbeitgeberverband Metall NRW in Düsseldorf berichtete. Die IG Metall war unter anderem mit einer Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten in die Verhandlungen gegangen.
- HandelsblattTarifverhandlungen: Arbeitgeber bieten in Metall-Tarifrunde 1,3 Prozent an27.10.2026 · 12:32 Uhr · DokumentIn den regionalen Tarifverhandlungen für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die Arbeitgeberseite ein Angebot von 1,3 Prozent mehr Geld vorgelegt. Das Plus solle im Juli 2028 wirksam werden, teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall in Berlin mit. Demnach ist eine Laufzeit von 26 Monaten bis Ende 2028 vorgesehen.
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