US-Geheimdienste stellen Zusammenarbeit mit dem BND nach Hanning-Festnahme auf den Prüfstand
Nach der Festnahme des früheren BND-Chefs August Hanning haben die US-Geheimdienste den Bundesnachrichtendienst gewarnt: Die bisherige Kooperation werde überprüft. In dringenden Fällen, etwa bei möglichen Terroranschlägen, wollen die Amerikaner weiter Informationen liefern. Deutsche Sicherheitsbehörden sind seit Jahrzehnten auf die US-Dienste angewiesen.

US-Geheimdienste haben die Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) auf den Prüfstand gestellt. Auslöser ist die Festnahme des früheren BND-Chefs August Hanning Anfang Oktober 2026 wegen des Verdachts des versuchten Landesverrats.
Wenige Tage nach der Festnahme erreichte den BND eine Warnung der amerikanischen Dienste. Der BND sei zwar ein wichtiger Partner, hieß es darin, doch die bisherige Kooperation komme auf den Prüfstand.
Zugleich machten die US-Dienste eine Einschränkung. In dringenden Fällen, etwa bei möglichen Terroranschlägen, wollten sie weiterhin Informationen liefern.
Die Angaben gehen auf gemeinsame Recherchen mehrerer Medien zurück. Sie stützen sich auf Regierungskreise beziehungsweise Sicherheitskreise. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.
Schon die bloße Ankündigung der Überprüfung löste Medienberichten zufolge Aufregung im BND aus.
Hanning war vor drei Wochen festgenommen worden. Der frühere BND-Chef soll hochsensible Dokumente zugesteckt bekommen haben. Versuchter Landesverrat steht im Raum.
Die Warnung trifft einen Bereich, in dem die Abhängigkeit groß ist: Deutsche Sicherheitsbehörden sind seit Jahrzehnten auf die US-Geheimdienste angewiesen.
Quellen(4)
- tagesschau.dePrüfung der Zusammenarbeit: US-Dienste warnten BND nach Hanning-Festnahme | tagesschau.de · DokumentNach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) hatte die Affäre hinter den Kulissen offenbar eine scharfe Reaktion der Amerikaner zur Folge. Demnach soll den BND wenige Tage nach der Festnahme Hannings eine Warnung der US-Geheimdienste erreicht haben: Der BND sei zwar ein wichtiger Partner, dennoch komme die bisherige Kooperation mit dem Dienst auf den Prüfstand, so lautete die Nachricht nach Angaben aus Regierungskreisen. Allerdings: In dringenden Fällen, etwa zu möglichen Terroranschlägen, wollten die USA weiterhin Informationen liefern.
- DeutschlandfunkSpionagefall Hanning - Medien: US-Dienste prüfen Zusammenarbeit mit BND · DokumentNach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung haben US-Geheimdienste die Zusammenarbeit mit dem BND nach Hannings Festnahme auf den Prüfstand gestellt. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen hieß es, in dringenden Fällen, etwa zu möglichen Terroranschlägen, wollten die USA aber weiterhin Informationen liefern. Die bloße Ankündigung der Überprüfung führte den Medienberichten zufolge zu Aufregung im BND. Deutsche Sicherheitsbehörden sind seit Jahrzehnten abhängig von den US-Geheimdiensten. Hanning war vor drei Wochen festgenommen worden, unter dem Verdacht des versuchten Landesverrats.
- Golem.deAugust Hanning: US-Geheimdienste wollen Kooperation mit BND überprüfen30.10.2026 · 17:30 Uhr · DokumentNach der Festnahme des früheren BND-Chefs August Hanning Anfang Oktober 2026 haben US-Geheimdienste ihre deutschen Kollegen nach Medienberichten vor Konsequenzen gewarnt. Die Botschaft lautete nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ): Der deutsche Auslandsnachrichtendienst sei zwar ein wichtiger Partner, doch komme die bisherige Kooperation mit dem Dienst auf den Prüfstand.
- Süddeutsche ZeitungSpionagefall Hanning: Die US-Geheimdienste reagierten mit einer Warnung an den BND - Politik - SZ.de · DokumentDer Ex-BND-Chef soll hochsensible Dokumente zugesteckt bekommen haben – versuchter Landesverrat steht im Raum. Die US-Dienste reagierten mit einer Warnung: Die Kooperation mit dem BND komme auf den Prüfstand.
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