US-Notenbank Fed belässt Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent
Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins am Mittwoch unverändert gelassen, obwohl die Inflation hoch bleibt. Nach bisherigem Kenntnisstand forderten zwei Gouverneure schon jetzt eine Erhöhung. Das Votum fällt kurz vor den Zwischenwahlen und unter dem seit Mai amtierenden Fed-Chef Kevin Warsh.

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins bei ihrer Sitzung am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, nicht verändert. Er bleibt in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Die Zinspause war an den Finanzmärkten erwartet worden. Die Inflation in den USA bleibt dennoch deutlich erhöht.
Fed-Chef Kevin Warsh verkündete die Entscheidung. Er führt die Notenbank erst seit Mai.
Einig war sich das Gremium nach bisherigem Kenntnisstand nicht. Zwei Gouverneure forderten angesichts der hohen Inflation bereits bei dieser Sitzung eine Zinserhöhung.
An den Finanzmärkten wird deshalb über den nächsten Schritt spekuliert. Analysten setzen schon jetzt auf eine Anhebung, die die Fed zum Jahresende nachlegen könnte, um den Preisauftieb zu bremsen.
Die Sitzung fiel in eine politisch heikle Phase. Die Zwischenwahlen in den USA stehen unmittelbar bevor, und jede Äußerung des Fed-Chefs zur Lage der Wirtschaft oder zum weiteren Kurs der Zentralbank wird dadurch zum Politikum, ob Warsh das will oder nicht.
Warsh ließ sich das nach Beobachtung von Kommentatoren nicht anmerken. Sie halten die Zinspause für verständlich und auch ökonomisch nachvollziehbar.
Zugleich warnen sie, die Gefahr einer politisierten Notenbank sei nicht gebannt.
Die Forderung der beiden Gouverneure nach einer Erhöhung nährt die Frage, ob die Wahlen bei der Entscheidung doch eine Rolle gespielt haben. Belegt ist das nicht, es bleibt eine Vermutung.
Die Lage ist damit zweigeteilt: Die Inflation spricht aus Sicht der beiden Gouverneure für höhere Zinsen, die Mehrheit im Gremium wartete dagegen ab. Stand dieser Darstellung ist der 28. Oktober 2026, 23.01 Uhr.
Quellen(3)
- DER SPIEGELUSA – Notenbank: Fed hält Leitzins konstant – trotz Inflation - DER SPIEGEL · DokumentDie US-Notenbank Fed legt in Zeiten hoher Inflation eine Zinspause ein. Der Zentralbankrat belässt den Leitzins in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Entscheidung war erwartet worden. Die Inflation bleibt jedoch weiter stark erhöht. An den Finanzmärkten wird daher spekuliert, dass die Fed zum Jahresende einen weiteren Zinsschritt nach oben folgen lassen könnte, um dem Preisauftrieb Einhalt zu gebieten.
- HandelsblattKommentar: Die Gefahr einer politisierten US-Notenbank ist nicht gebannt · DokumentKevin Warsh steckt in einer heiklen Lage. Jeder Hinweis des Chefs der US-Notenbank ( Fed ) über den Zustand der US-Wirtschaft oder den weiteren Kurs der Zentralbank stellt kurz vor den so wichtigen Zwischenwahlen ein Politikum dar – ob er es will oder nicht. Man merkte es Warsh, der erst seit Mai an der Spitze der Fed steht, nicht an. Dass die Notenbank sich in ihrer Sitzung am Mittwoch in Enthaltsamkeit übte und den Leitzins in der Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent beließ , ist verständlich – und auch ökonomisch nachvollziehbar.
- DER SPIEGELUS-Notenbank: Analysten wetten schon auf die nächste Erhöhung der Zinsen - DER SPIEGEL · DokumentFed-Chef Kevin Warsh verkündet eine Zinspause, aber zwei seiner Gouverneure forderten angesichts der hohen Inflation schon dieses Mal eine Erhöhung. Haben die bevorstehenden Midterms doch eine Rolle gespielt? Von Katharina Kort , New York 28.10.2026, 23.01 Uhr
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