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Auto

Mercedes verdient im Pkw-Geschäft weniger als die Hälfte – China-Absatz sinkt um 31 Prozent

Mercedes-Benz hat im dritten Quartal im Pkw-Geschäft deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor. Der Stuttgarter Konzern führt das auf den schwächeren Absatz in China und Ausgaben für neue Produkte zurück. Konzernchef Ola Källenius kündigte an, die Abhängigkeit von den Gewinnen aus China zu verringern.

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Mercedes-Benz-Autohaus mit mehreren Fahrzeugen vor dem Gebäude. Darüber ist ein fallender Börsenchart eingeblendet, der den Gewinnrückgang des Autobauers symbolisiert.
Foto: LePost

Mercedes-Benz hat im dritten Quartal im Pkw-Geschäft deutlich weniger verdient, vor allem wegen des schwächelnden China-Geschäfts. Die bereinigte Umsatzrendite der Pkw-Sparte sank auf 2,5 Prozent, nach 4,8 Prozent im Vorjahresquartal. Das teilte der Stuttgarter Konzern mit.

Der operative Gewinn der Autosparte fiel auf 560 Millionen Euro. Das ist weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes, der demnach bei über 1,1 Milliarden Euro lag.

In China lieferte Mercedes zwischen Juli und September 86.800 Fahrzeuge aus. Das sind 31 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, rechnerisch ein Rückgang von rund 126.000 auf knapp 87.000 Fahrzeuge.

Als Gründe für den Ergebnisrückgang nennt Mercedes zwei Faktoren: das rückläufige China-Geschäft und die Ausgaben für neue Produkte. Wie stark jeder der beiden Posten das Ergebnis belastete, teilte der Konzern nicht mit.

Källenius äußerte sich am Mittwoch bei der Vorlage der Neunmonatszahlen auch zur Strategie. Mercedes erarbeite derzeit eine neue Strategie für den chinesischen Markt. „Wir wollen weniger abhängig von den Gewinnpools aus China werden“, sagte der Konzernchef.

Den neuen Chinaplan will Mercedes Anfang kommenden Jahres vorstellen. Vor Analysten und Medienvertretern nannte Källenius bereits erste Details.

Wie ernst die Lage im Gemeinschaftsgeschäft ist, zeigt ein Blick in den Halbjahresbericht des Konzerns. Für die Tochtergesellschaft Beijing Benz Automotive Co., Ltd. weist er im zweiten Quartal einen Verlust von 560 Millionen Euro aus.

Das Unternehmen ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Staatshersteller Baic. In Peking betreibt es das größte Werk für Fahrzeuge der Marke. Dort entstehen unter anderem die C- und die E-Klasse für den chinesischen Markt.

Die Zahl 560 Millionen Euro taucht damit zweimal auf, bezeichnet aber Verschiedenes. Im dritten Quartal ist es der operative Gewinn der gesamten Pkw-Sparte. Im zweiten Quartal ist es der Verlust des Pekinger Gemeinschaftsunternehmens.

Beide Angaben stammen aus unterschiedlichen Berichtszeiträumen und beschreiben unterschiedliche Ebenen des Konzerns. Sie ergeben kein gemeinsames Bild eines Quartals. Sie zeigen aber, dass China im Konzern an mehreren Stellen zugleich ins Gewicht fällt: beim Absatz, bei der Rendite und in der Bilanz eines Werks, das für den dortigen Markt produziert.

Für die Sparte verschlechterte sich die Umsatzrendite innerhalb eines Jahres um 2,3 Prozentpunkte. Wie Mercedes den Chinaplan konkret ausgestaltet, soll sich Anfang kommenden Jahres zeigen, wenn der Konzern ihn vorlegt.

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Quellen(3)
  1. tagesschau.deMercedes hat noch größere Probleme im chinesischen Markt | tagesschau.de · DokumentMercedes-Benz bekommt die Krise auf dem chinesischen Automarkt immer stärker zu spüren. Die bereinigte Umsatzrendite im Kerngeschäft, der Pkw-Sparte, sank im dritten Quartal auf 2,5 Prozent, nach 4,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das teilte der Stuttgarter Autobauer heute mit. Gründe seien das rückläufige China-Geschäft und die Ausgaben für neue Produkte. Der operative Gewinn der Autosparte fiel auf 560 Millionen Euro und damit auf weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes. In China lieferte Mercedes zwischen Juli und September 86.800 Fahrzeuge aus. Das sind 31 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
  2. FAZAutohersteller in der Krise: Mercedes versteht den chinesischen Markt nicht mehr28.10.2026 · 15:56 Uhr · DokumentDie Zahl, die die gesamte China-Misere von Mercedes deutlich macht, ist im Halbjahresbericht des Autoherstellers zu finden. Dort ist für die Tochtergesellschaft Beijing Benz Automotive Co., Ltd. im zweiten Quartal ein Verlust von 560 Millionen Euro verzeichnet. Und das Unternehmen ist nicht irgendeine Tochtergesellschaft, es ist das Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Staatshersteller Baic, das in Peking das größte Werk für Autos mit dem Stern auf der Haube betreibt und in dem unter anderem die C- und E-Klassen für den chinesischen Markt entstehen.
  3. HandelsblattAutobauer: „Weniger abhängig werden“: Mercedes arbeitet nach Gewinnwarnung an neuer Chinastrategie28.10.2026 · 16:36 Uhr · DokumentDer Autobauer Mercedes-Benz erarbeitet derzeit eine neue Strategie für den chinesischen Markt. „Wir wollen weniger abhängig von den Gewinnpools aus China werden“, sagte Konzernchef Ola Källenius am Mittwoch bei der Vorlage der Neunmonatszahlen. Anfang kommenden Jahres will Mercedes seinen neuen Chinaplan vorstellen. Vor Analysten und Medienvertretern kündigte Källenius bereits erste Details an.

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